Autounfall am Freitagabend auf der A2. Geht das viellecht schnell! Wow.

Was ich als Beifahrerin mitgekriegt habe.

Wir fahren bei Feierabend auf der gut befahrenen Autobahn hinter einem Camion. Um ihn zu überholen, wechseln wir auf die linke Fahrspur. So weit so gut. Beim Einspuren vor dem Camion blockiert etwas, der Wagen fährt zu weit nach rechts! "Achtung!", soll ich gerufen haben. Wir geben Gegensteuer. Schon zu spät, der Wagen ist ausser Kontrolle geraten. Ich weiss nicht mehr, was danach passiert ist. Bloss eine Erinnerung habe ich noch, ich stosse meine Arme nach oben, um mich gegen das Dach zu stemmen, in der Hoffnung, ich schlage oben nicht an. Danach muss es gerumpelt haben oder bereits davor?


Wir stehen still und blicken auf den Camion, der nun in unsere Richtung fährt. Nein. Er steht - vielleicht 10 m vor uns entfernt!

Wir steigen aus. Wir haben fast nichts, mir schmerzt der obere Rücken, sonst sind wir gesund. Der vordere Teil des Wagens sieht schlecht aus, er ist total kaputt: die Batterie hängt auf der Strasse, der rechte Pneu ist geplatzt, der linke ohne Luft, überall liegen Teile herum. Hat uns die Böschung gebremst, sind wir da voll reingefahren? Ist der Pneu vorher geplatz, hat er uns nach rechts gerissen? Um welche Achsen haben wir uns gedreht? Zuerst rechts, dann links, danach - keine Ahnung. Es ging alles so schnell und kam aus dem Nichts.


Wir leben! Einen grossen Dank an den Camionfahrer, der früh erkannt hat, was uns passiert und rechtzeitig gebremst hat, sonst wäre er über uns drüber gefahren.


Immer wieder kommt mir das Bild in den Sinn, wie ich in dem Auto sitze und auf den Camion starre mit dem Gedanken, "wir stehen verkehrt, was machen wir da?" Und die Stille, die sich danach in mir breit machte. Wie eine Art Schleier, der sich über mich gelegt hatte, ohne dass ich ihn wirklich wahr nahm.


"Ist das überhaupt möglich?"


Ich weiss nun, dass unser aller Leben an einem ultrafeinen Faden hängt. Irgendeine Macht bestimmt, wann dieser Faden gerissen wird. Unser Faden nicht heute, uns wurde das Leben nochmals geschenkt. Danke!

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Karin Bernet

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