Was erwarte ich von einem Seminarleiter, der geübt ist in Konfliktarbeit?

    Dass er weiss, wie mit Konflikten umzugehen.

    Wieso es falsch ist, dies zu erwarten? Weil er ein Mensch ist: wie alle andern hat auch er seine Schwachstellen und kann durch eine andere Person getriggert werden, seine alten Wunden reissen auf. Jeden kann’s mal auf dem falschen Bein erwischen. Und vorallem hat auch ein Leiter noch viel zu lernen. Und vielleicht muss er ja gerade das lernen, was er unterrichtet.

    Dennoch bin ich konsterniert, wenn ein therapeutischer Seminarleiter aus dem heitern Himmel einen Teilnehmer wehement kritisiert und seinen Ärger an dieser Person auslässt. Ich bin konsterniert, wenn er die Metaposition (Aussenpersketive) vergisst oder nicht fähig ist, sie einzunehmen. Denn wenn das jemand können sollte, dann würde ich meinen solch eine geübte Person wie er.


    Mir zeigt es, dass unmögliche Situationen entstehen können, damit wir Menschen Gelegenheit haben zu lernen. Wir müssen daraus nichts lernen. Dann kehren solche Situationen immer wieder. Nutzen wir allerdings die Gelegenheit, werden wir uns bewusst, was passiert ist und prozessieren diese Energie, so können wir unser Holz verbrennen. Dann wird bei einer nächster bewussten oder unbewussten Provokation das Feuer weniger hoch ausfallen, bis es einmal gar nicht mehr richtig brennt. - Wir haben dann einen Teil in uns geheilt und Frieden geschlossen. So würde ich fast rufen, zeigt euch mit all euren Fehlern, denn wir alle können daraus lernen. Wenn wir wollen.


    (P.S. Die männliche Form steht stellvertretend für beide Geschlechter).

    © 2019 by   Coaching für die Seele

    Karin Bernet

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